Dem Sofa die letzte Ehre gegeben

Bericht der Zachäusjugend über die Aktion vom 14.08.20

Gleich als wir das Sofa vom oberen Jugendraum nach unten trugen, ist es auf der Treppe in drei Teile zerfallen. Leider sah es jetzt nicht mehr aus wie ein Sofa, sondern hätte auch eine Bettrückwand sein können. Nach einer kurzen Beratung haben wir es zumindest wieder halb zusammengesteckt. Auf zwei Rollbretter gestellt, war es bereit zur Abfahrt. Das einzelne Holzteile haben wir noch auf einer Schubkarre befestigt.

Da wir genügend Leute waren, haben wir kurzerhand beschlossen, auch noch unseren alten Sessel auf einer Schubkarre mit zu nehmen. Schwer bepackt konnten wir nun starten, nach einem kurzen Stopp vor der Kirche, um für die Presse zu posieren, kam die erste Hürde der Aktion: zwei Randsteinabsenkungen und Kopfsteinpflaster. Das Sofa ist dabei von den Rollbrettern heruntergerutscht, was im Verlaufe der Tour noch einige Male passieren sollte. Nach einer kleinen spontanen Routenänderung, um die Unterführung an der Lochausenerstraße zu umgehen, kamen wir flotten Schrittes voran.

Am Restaurant „El Greco“ mussten wir eine kleine außerplanmäßige Pause machen, da zwei Autos auf dem Gehweg gehalten hatten und es gedauert hat, bis sie sich in den Verkehr einfädeln konnten. Kurz vor dem Friedhof, ein kleiner Schreck Moment als das Sofa einem parkendem Auto gefährlich nahe kam. Auf der Zielgeraden haben wir noch mal einen kurzen Fotostopp eingelegt für ein Vorher/ Nachher Foto.

Mit klarem Ziel vor Augen bogen wir in den Wertstoffhof Gröbenzell ein. Nach einer kurzen Orientierung wo denn der Sperrmüll überhaupt ist, liefen wir durch die belebte Mittelgasse des Wertstoffhofes und sorgten dabei noch für ein bisschen mehr Chaos. Zwischen hektischen, müllentsorgenden Bürgern, ausparkenden Autos und Wertstoffhof Mitarbeitern suchten wir unseren Weg.

Ein freundlicher Mitarbeiter half uns sogleich das Sofa in den fast leeren Container zu tragen. Nachdem der Stuhl neben dem Sofa verwahrt war, verabschiedeten wir uns mit einem letzten Blick von ihm. Mit einem Gefühl des Bedauerns, dass wir soeben unser Sofa und den Stuhl entsorgt haben, aber auch voller freudigem Tatendrang, dass wir es tatsächlich geschafft haben, diese beiden Gegenstände durch halb Gröbenzell zu schieben, machten wir uns auf den Rückweg.

Nach einem überraschten Blick auf die Uhr, dass wir nur eine knappe Stunde benötigt haben, machten wir noch einmal an unserem Foto Spot halt, nun mit leeren Schubkarren. Wer nun denkt, dass wir einen langweiligen Rückweg hatten, der irrt. Ratschend was die nächsten Schritte für den Umbau sind, ging es zurück, als plötzlich der Mantel bei einer Schubkarre geplatzt ist und der Schlauch sich als eine Beule bemerkbar gemacht hat. Wie gut das wir noch die Rollbretter hatten, auf die wir die Schubkarre einfach umluden, nun immer mit einem misstrauischen Blick, wann die Beule wohl platzen würde. Nach einem kurzen Knall wurde sie zurück zur Kirche geschoben.

Dort kamen wir zu dem Resümee das es eine lustige, überraschend schnelle Aktion war, die einfach mal anders war und uns näher zusammengebracht hat